Themenwelt –  Essstörungen

Tu´s nicht!

MinnieMaud Recovery

Homeodynamic Recovery (MinniMaud) Methode

Warum ich mich von der MinnieMaud Methode distanziere

Ich distanziere mich von dieser Methode, weil sie eine Menge körperliche und psychische Schäden anrichten kann. Welche, das lest Ihr in einem Post von Dr. Gaudiani und anderen am Ende des Artikels.

Als ich anfing, mich mit Therapiemethoden bei Essstörungen zu beschäftigen, landete ich irgendwann auch bei YouTube. Ich habe vornehmlich jungen, anorektischen Frauen dabei zugesehen, wie sie sogenannte „Challenges“ machten, um ihre Angst vor bestimmten Lebensmitteln zu besiegen. Ich habe gleichermaßen fasziniert und entsetzt „What I eat in a day“ Vlogs verfolgt, die zeigten, wie die Mädels sich 10 000 und mehr Kalorien reinschoben- und seltsamerweise über Monate hinweg kein Gramm zuzunehmen schienen. Und heute noch genauso aussehen wie vor einem Jahr, was nicht sein kann, wenn man sich konstant so abfüllt. Ich hoffe für sie, dass sie tatsächlich aufgewacht sind und andere Möglichkeiten gefunden haben, ihre Essstörung zu heilen und nur deshalb noch ihre Channels betreiben, weil sie zu Marken geworden sind.

Wie auch immer:

Ich hatte eine MENGE Fragezeichen. Also bin ich näher eingestiegen in das Thema und fand heraus, dass sich das, was die da machen, „Homeodynamic Recovery“ oder MinnieMaud nennt. MinnieMaud, weil die Methode sich anlehnt an die Erkenntnisse des Minnesota Starvation Experiments und homeodynamisch soll heißen: Der Körper/ das Gewicht reguliert sich selbst, wenn man dem reinen Lustprinzip der Ernährung folgt.

Gwyneth Olwyn hat’s erfunden. Buchstäblich erfunden. Sie hat selbst nie unter einer Essstörung gelitten, hat sich aber, aus welchen Gründen immer, dafür interessiert, wie man Essstörungen heilen könnte. Sie gründete das Eating Disorder Institute und publizierte ihre Methode, unter Vorgabe wissenschaftlichen Anspruchs. Ihr könnt die kompletten Richtlinien dort einsehen. Sie bezeichnete sich als Vertreterin der Patientenrechte und lässt/lies selten ein gutes Haar an Ärzten und Therapeuten. Kürzlich habe ich erfahren, dass es wohl Prozesse gegen sie gibt, weil ihre Anweisungen vielen Leuten geschadet haben und aufgrund der Behauptungen, ihre „Empfehlungen“ entsprächen wissenschaftlichen Standards. Sie wurde wohl auch aus bestimmten Fachgesellschaften ausgeschlossen und darf nicht länger über das Thema publizieren. Sie ist auch nicht mehr auf Social Media zu finden, zumindest nicht mit dem Thema Essstörungen.

Kurz gesagt umfasst ihre Methode folgende Kriterien:

Es muss eine bestimmte MINDEST-Kalorienmenge aufgenommen werden, abhängig von Alter und Geschlecht. Mindestmenge heißt, die Skala ist nach oben offen. 10 000 kcal/Tag sind demnach durchaus ok.

Das untere Minimum beträgt 2500 kcal/Tag, das obere Minimum 3500 kcal/Tag. Das sei die Menge, die auch gesunde Menschen des jeweiligen Alters und Geschlechts zu sich nehmen müssten.

An Essen denken = mentaler Hunger. Dem müsse nachgegeben werden. Und zwar immer. So lange, bis er vergehe. Alles andere sei restriktiv.

Sport sei verboten, denn nur ohne Bewegung könne der Körper seinen Setpoint finden und nur so könne die Verbindung zwischen Essen und Kompensieren der Kalorien durch Sport gelöst werden.

Das Gewicht würde bei vielen zunächst den Setpoint übersteigen, um sich dann einzupendeln.

Alle körperlichen Reaktionen wie Wasseransammlungen, Verdauungsbeschwerden usw. seien normal und würden sich legen.

Ärzten und Therapeuten sei nicht zu vertrauen.

Menschen mit Essstörungen sind oft sehr verzweifelt, weil diese Problematik  schwer in den Griff zu bekommen ist und Therapien nicht selten scheitern. Nur zu gerne folgt man dann etwas, dass sich erstmal so logisch anhört, für viele zu funktionieren scheint und für einige vielleicht auch langfristig hilft, ohne Schäden zu hinterlassen. Wer verzweifelt ist und schon vieles vergeblich probiert hat, der kann oft nicht mehr allzu logisch denken und gibt sein Schicksal in Hände anderer, ohne sich genauer zu informieren, wer das ist und ob diejenigen wissen, wovon sie da reden. Viele Betroffene, die MinnieMaud machen, sind noch sehr jung. Da fehlt die Lebenserfahrung, um einschätzen zu können, was passieren kann. Wenn dann auch noch „wissenschaftlich fundiert“ irgendwo steht, werden vielleicht anfängliche Zweifel schnell gelöscht. Denn welcher Laie kann schon wirklich unterscheiden zwischen Wissen und Behaupten. Da tut sich schon mancher schwer, der fachlich tief im Thema ist.

Das Motto lautet: Nichts mehr zu verlieren!  Nur, wer MinniMaud lange genug folgt und sich dieser Community anschließt, wird ähnlich gehirngewaschen wie Sektenmitglieder. Eigenständiges Denken wird ausgeschaltet. Wer die Regeln nicht genau befolgt und wer aussteigen will, der hat´s verkackt und wird nie heilen. Allein diese direkte und indirekte Botschaft macht Angst und macht abhängig von Leuten, die nahezu alle keine Experten sind. Fatalerweise gibt es ein paar, die diesen Ansatz auch noch coachen, gegen Geld und ohne entsprechende Ausbildung.

Ok, ja, das homeodynamische Modell übernimmt Aussagen der Starvation Study, die durchaus stimmen.

Mentaler Hunger (ständiges Denken an Essen), Overshoot Weight und „Fressattacken“ nach Phasen der Restriktion sind dort beschrieben und tatsächlich eine physische Reaktion auf Hunger.

Wer nach langer Zeit wieder Nudeln isst und merkt, wie gut sie tun, der isst dann auch mal drei Wochen nur Nudeln.

Wer Fette braucht, der mampft auch mal ein Glas Erdnussbutter und mischt das Zeug in jedes Müsli. Recovery Binges sind kurzzeitig kein Grund zur Sorge, weil normal. Wieder essen und erstmal viel essen ist Medizin, vor allem bei Anorexie.

Wer sportsüchtig ist und Essen ständig mit viel Bewegung kompensiert, tut gut daran, mal eine Weile keinen Sport zu machen.

Und es ist unbestritten, dass man keine Essstörung mit neuen, Diät ähnlichen, Regeln heilen kann. Daher bin ich auch sehr gegen reglementierte Ernährungspläne, die ein „Mehr“ nicht zulassen und gegen Therapiemethoden, die Bestrafung vorsehen, wenn Patienten sich nicht strikt an die Pläne halten. Überhaupt Bestrafung…

 Aber hey, was ist an MinnieMaud anders, hat das keine Regeln oder Verbote???

Doch!

Man muss Kalorien zählen, denn man muss die Richtlinien einhalten. Muss! Tut man das nicht, hat man schon beim Lesen der Vorgaben ins Gehirn gebrannt bekommen, dass man nie heilen wird, wenn man unter dem Limit bleibt. Und Youtuber geben den Rest, vor allem wenn „Coach“ im Profil steht. „Stuff the fucking food in your mouth.” Wow!

Bewegen: Man darf nicht mal zum Briefkasten laufen, es sei denn er ist 1 m weg vom Bett. Lower Level Movement nennt man das und auch das ist verboten. Wem nicht nach Bewegung ist, egal aus welchem Grund, der kann in dieser Phase ruhig auch mal untätig sein. Aber sowas wie Bettruhe über Monate bringt nichts wirklich Positives, vor allem nicht für den Körper.

Und klar, wenn man nur noch isst, wird man irgendwann sein Fearfood los. Dafür kann es aber passieren, dass man seinem Hirn beibringt: Essen ist Lebensinhalt. Ständig Essen ist Pflicht. Dann hat man ein anderes Problem.

Essen ist nicht Lebensinhalt und ständig Essen ist nicht der Weisheit letzter Schluss.
Bei der Heilung einer Essstörung sind der Umgang mit Essen, Gewicht und Bewegung und das Warum hinter dem Problem gleichermaßen wichtig. Die Hintergründe einer Essstörung werden nicht durch Essen allein eliminiert. Ohne jegliche Therapie sind Rückfälle auch bei dieser Methode fast vorprogrammiert.

Abgesehen davon, wer sich ohne ärztliche Begleitung, in einem Zustand oft jahrelanger Mangelernährung, praktisch ohne Limit innerhalb von kurzer Zeit in einen Gewichtsbereich futtert, in dem er oder sie vielleicht sogar nie zuvor war, bringt sich körperlich und psychisch ernsthaft in Gefahr.

Warum kommen aber scheinbar so viele mit MinnieMaud in die Heilung?

Das kann ich nur vermuten.

  1. What you see is not always what you get!  Man sieht nur, was man sehen soll. Das gilt ganz besonders für Social Media! Bedenkt bitte, der Druck der Recovery Szene wirkt mächtig. Keiner weiß, ob die, die behaupten, sich auf diese Weise geheilt zu haben, wirklich langfristig geheilt, also komplett symptomfrei sind und ob es wirklich MinnieMaud war, was die Heilung letztendlich bewirkt hat.
  1. Wir wissen, dass Anorexie manchmal tatsächlich „einfach“ eine genetische Antwort auf Gewichtsverlust ist. Wenn der Anlass für diesen Gewichtsverlust „nur“ z.B. eine längere körperliche Erkrankung oder eine Hochzeit war und keine tieferliegende psychische Komponente hat, dann kann unreglementiertes Essen nach dem Lustprinzip heilend sein. Wobei ich auch in diesem Fall nie empfehlen würde, 24/7 über 10 0000 kcal zu essen! Essen allein kann ausreichen, wenn keine tiefgreifende psychologische Problematik hinter der Störung steckt, sondern der andersartige Belohnungszirkel im Gehirn, der plötzlich, getriggert durch den Gewichtsverlust, Nichtessen als belohnend interpretiert und Essen als Bedrohung. (Das ist das, was die Genetik macht).
  1. Dann gibt es Betroffene, die schon viele Psychotherapien durchhaben und ihre Essstörung trotzdem nicht los werden, weil die Gewohnheiten zu sehr eingeprägt sind. Auch dann kann diese Methode wirken.

Der eine oder andere Aspekt von MinnieMaud ist zumindest nicht falsch. Es stimmt, dass die meisten Patienten, mit jeder Form von Essstörungen, in der Recovery Phase mentalhunger, Heißhunger und Gewichtsschwankungen erleben. Bei einigen pendeln sich das Essverhalten und die körperlichen Symptome der Wiederernährung irgendwann ein. Aber ein nicht geringer Teil derjenigen, die MinnieMaud machen, behalten eine Menge Probleme. Mitunter entwickeln sie sogar eine neue Essstörung.

Es gibt sicherere, fundiertere und langfristig wirksamere Methoden.

Die Heilung von Essstörungen braucht erfahrene medizinische Begleitung, die eingebettet ist in ein Ernährungs- und Therapiemodell, das sowohl die dahinterstehende Problematik bearbeiten kann als auch die Neuprogrammierung des Gehirns, also das Umgewöhnen der alten Muster einbezieht. Das Essverhalten sollte intuitive Ernährung trainieren. Dabei geht es nicht um „all you can eat“ und auch nicht um Verbote, sondern um das Wiederfinden körperlicher Hunger- und Sättigungssignale. Es geht darum, wieder Mut und Vertrauen zu fassen, sich daran zu orientieren und seine Ernährung an dem auszurichten, was man gerne mag und nicht an dem, was gerade gesellschaftlich akzeptabel ist.

Das Problem ist, solange derartige Therapieansätze nicht für alle Betroffenen zugänglich sind, wird es immer wieder passieren, dass sich unseriöse Methoden etablieren und unnötigen Schaden anrichten. Übringens nicht nur „selfmade“ Methoden wie MinnieMaud, sondern auch solche, die in Einrichtungen immer noch gängige Praxis sind. Wider besseren Wissens!

Must read Statements dazu von Dr. G und anderen Experten aus Formusauswertungen und Erfahrungen mit Betroffenen, die sich hilfesuchend an sie wenden.

„All people diagnosed with an eating disorder, whether they have restricted food intake or have binge eating disorder, need to be evaluated for abnormalities in glucose metabolism and insulin function, as the abnormal eating can alter these metabolic processes. When these processes are altered, the appetite and hunger signals can become abnormal. Regular eating can help reverse this.“ — Therese Waterhous, PhD/RDN, CEDRD

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If you have an eating disorder, find a specialized, licensed treatment team. Get a sleep study done. Put in the time, money, effort up front and spare your body further self-harm. Do NOT trust internet quacks.
I want to be as clear as possible: the information [from Olwyn] is NOT supported by any eating disorder specialist anywhere. The author has cherry-picked and manipulated existing research in order to create an overly simplistic protocol and make a name for herself online, at the expense of the severely ill and vulnerable. HDRM is dangerous and will further entrench your eating disorder in a way that can seriously harm you.
The entire premise of HDRM rests on a single, very small, doubly-labeled water trial from 1990 that showed that unrestricting female adults ate on average 2000 – 2600 calories per day. From this study and another study showing that people underreport their calorie intake by about 25%, Olwyn extrapolated that if women report they eat 2000 calories per day, then they must really be eating 2500 calories per day. From this, Olwyn insists that all adult women eat at least 2500 calories per day, and she extrapolated further that women with higher BMIs eat above 3000 calories/day. That’s it. HDRM is just one random unlicensed, uneducated person’s extrapolation from existing bits and pieces of research. There is no meta-analysis or Cochrane review on „minimums,“ and they are not accepted by eating disorder specialists as making such broad claims are not based in science.

This method is, as per Olwyn’s admission, not evidence-based. There are no clinical trials monitoring for positive or adverse outcomes, and there are no longitudinal studies determining remission and relapse rates. There is certainly no informed consent. Still, there are those that feel that it worked for them. These people usually met at least one, if not both, of the following criteria: 1) they started out thin and remained relatively thin and able-bodied (in this context, a BMI <35) throughout their recovery, and/or 2) they had a parent or a partner who was willing and able to single-handedly provide them with food, shelter, clothing, health insurance, medical care, child care, and companionship while the individual remained disabled, housebound, and fixated on food for years.

There is NO WAY TO TELL at the beginning how your body will respond to Olwyn’s method. You can start out thin and able-bodied and remain that way, or you can start out thin and able-bodied and experience a rapid domino effect of compounding illness. The following symptoms struck people of all genders, ages, sizes, races and levels of healthy/ability. This is what forum members reported over the years:
– Edema, ie fluid retention. People gained anywhere from 50 lbs in a month to 200 lbs in 18 months. The edema could be firm to the touch, pulling the skin taut and making it shiny; it could be mushy and pitting, creating indentations with applications of pressure; it could be weeping, with fluid literally leaking out of the skin. For people with this response, the edema lingered for many years.
– Disability. Gaining that much edema means it is hard to roll over in bed, wipe and bathe yourself, stand to brush your teeth, put your pants on, make meals for yourself or drive a car safely. You cannot work, you cannot go to school, you cannot socialize. People become effectively housebound, sometimes bedbound, for years as the edema lingers.
– Insulin Resistance. Your body may have compensated for the eating disorder with insulin resistance. Flooding your body with „ultra-processed“ food will only further this metabolic disturbance, making it impossible to feel full. It is this insulin resistance which can lead to feelings of „extreme hunger,“ as it becomes harder and harder for your body to absorb glucose and feel sated. And the excess insulin that your body is producing will lead to extreme fluid retention, ie edema.
– Obstructive sleep apnea and sleep disturbances. The edema will be everywhere: your face, neck, chest, abdomen, limbs, hands, feet, the cartilage in your nose and ears — in your airway even. Peripheral edema can redistribute towards your upper torso when you are horizontal. The edema closes off your airway when you lay down and puts you at high risk for developing obstructive sleep apnea. With OSA, every time you slow or stop breathing (a hypopneic or apneic event) while you’re sleeping, your body will shoot cortisol into your system to wake you up, and you will jerk awake, choking or gasping, with acid reflux pouring into your mouth and your heart pounding. These cortisol spikes will increase the insulin resistance. Each obstructive event disturbs your sleep, and sleep is when you heal. You will NOT undergo „repairs“ with OSA. The OSA makes you feel like you’ve been hit by a truck every morning.
– Type 2 diabetes and neuropathy, nephropathy, retinopathy. At least 30 people developed type 2 diabetes doing HDRM. Many of these people became insulin dependent, requiring up to 300 units of insulin per day. Some people were hospitalized in the ICU for having blood sugars in the 700s; some people required insulin pumps to manage their extreme insulin resistance. The type 2 diabetes led to neuropathic pains in hands and feet (shooting nerve pains or burning sensations), blurred vision and kidney damage.
– Cardiac and respiratory problems. People became hypertensive, with blood pressures in the 180s/100s, and tachycardic at rest, with heart rates in the 140s. They also developed asthma, wheezing, and shortness of breath, all likely due to the edema.
– Gastrointenstinal issues. Forum members complained of IBS-D lasting years as well as issues with constipation. Years long acid reflux was also reported, as was projectile vomiting due to the OSA, hyperinsulinemia and insulin resistance.
– Menstrual irregularities. People became amenorrheic for many years, but some forum members reported having heavy, clotty, daily menstrual bleeding that lasted anywhere from 3 to 25 months.
– Iron and vitamin D deficiencies. Forum members developed severe vitamin D deficiencies — perhaps due to becoming nocturnal from the sleep abnormalities? Perhaps from becoming essentially housebound for years? Perhaps related to the OSA itself? Some members were amenorrheic but still developed iron deficiency anemia, I don’t know why.
– Hair loss, skin rashes. People reported losing up to one third of their hair from the diabetes, and developing treatment resistant, recurrent skin rashes and yeast infections, skin tags, and acanthosis nigricans. Others developed hidradenitis suppurativa, painful boils that emerge in the armpit and groin that left scars after they were gone. Many members also said they lost their usual curl pattern and hair texture as their body went through enormous hormonal upheavals.
– Messed up lab values. Elevated white blood cells, red blood cells, platelets; triglycerides around 500 mg/dl, cholesterol around 600 mg/dl range, CRP around 50 mg/l range, liver enzymes around 300s IU/L.
– Anecdotally, an increased incidence of autoimmune issues. Forum members developed Celiac disease, Hashimoto’s, Type 1 diabetes. Perhaps these were coincidental or they were due to the stress of HDRM, I don’t know.
– Bizarre eating habits. People reported chugging cream or olive oil at all hours of the day, eating pints of ice cream and milkshakes to „hit their calorie goal,“ force feeding up to 7000 calories to „recover faster,“ eating beyond fullness, and compulsively eating the highest calorie entree at every restaurant or fast food option. You become obsessed with calories as Olwyn tells you it is the key to healing.
– Musculoskeletal issues. Chronic, dull aching pain in your long bones, pain in your tail bones that prevents you from standing up for more than 10 seconds at a time. Throbbing, inflammatory pain in all your joints — fingers, toes, shoulders, knees, ankles, hips. These are all symptoms of OSA.
– Psychological issues. The extreme physical stress your body is going through will cause PTSD-style flashbacks and ruminations, as well as severe anxiety and depression as you lose all semblance of health and life. People reported being suicidal for years.

It took many years to realize how sick people had become as Olwyn censored the forums affiliated with her site. Any time forum members disclosed how much edema they had gained or asked for help with managing the diabetes they had developed, Olwyn would shut down the thread and delete the information under the guise of keeping it a „safe space“ and not „triggering new members.“ People started her protocol with no idea of the adverse outcomes that could happen to them. (By the way, censoring data means that the „researcher“ in question is untrustworthy, and there is no way for the client to get informed consent for a treatment.) If people reported being full on amounts below 2500 calories, Olwyn would say that was due to gastroparesis, or that it was their eating disorder telling them not to eat. She would insist that all people ate at least 2500 calories per day and that if you didn’t see them eating that much, it was because they were eating in secret due to diet culture. Olwyn stated that any day you ate less than 2500 calories was a „relapse,“ and you would need to start the recovery timer over, and that’s why recovery was taking years. She insisted that people were struggling with disabling edema for years because they were simply not eating or resting enough. She originally claimed that your „metabolism is not broken,“ and claimed recovery would take 9 months. She then increased her timeline to 18 months, then 4 – 7 years, and then that there are „no guarantees in recovery,“ when people complained of being housebound and disabled for nearly half a decade. When people reported classic diabetes symptoms, she claimed that insulin resistance wasn’t real and diabetes isn’t a disease. She told people to see doctors, but if the doctor suggested eating less than 2500 calories per day or exercising at all, then that doctor was leading you back to your eating disorder, and you would never regain your full health. All of this fear-mongering led to people becoming more disordered with food, more disabled, more metabolically dysregulated, more isolated, and more scared to trust anyone except Olwyn.

Mercifully, after nine years, Olwyn has shut down the forums and no longer directly communicates with ED sufferers (likely to avoid a lawsuit, I am guessing). But if you comb through her poorly written public website (from which her self-published book has been hacked together), you can read that Olwyn claims that diabetes is not a disease, that a 40 lb weight gain in two weeks is normal in recovery, that psychiatric medications are to be avoided, that dieticians are eating disordered themselves and superfluous to recovery, that healthcare licensure is meaningless, that edema is healing (no! it is NOT!).

People can be evangelical about HDRM online, but before receiving their gospel, you need to assess if they have prepared you for the worst-case scenario, which could easily happen to you. Ask them if they actually did HDRM, or have they had a treatment team this whole time, where they were refed to specialized medical supervision? Did they have to navigate the convoluted American health insurance system alone, while they were too sick to read a sentence, or have they had access to universal health care and a spouse who can pick up all their slack? Have they really been eating 2500 calories, at minimum, and resting every single day for months or years until their body magically „tapers“ on its own, or did they stop counting in order to eat and move intuitively some time ago? How did they deal with doubling their body weight and developing diabetes or OSA or IBS-D, or did they just gain a meager 20 lbs that went away after a year or so? If they don’t have clear, concrete, actionable answers for you, beyond platitudes about „balancing your macros“ to manage blood sugar issues, then they are in effect asking you to take a very foolish gamble with your health, and they have no skin in the game. The HDRM community will discard and abandon you once you start bringing up valid criticisms, and you will be a medical mystery to your doctors as you spend so much time (as in years) trying to get back to normal.

IT IS NOT NORMAL TO GET SICK LIKE THIS. THIS IS NOT RECOVERY, THIS IS AN EATING DISORDER. You deserve better, you deserve to be healthy, and you deserve to feel normal with food. There are MANY other licensed professionals that can get you back to a place of regular, unrestricted eating (Satter and Tribole are two great leaders in the field). Please get the real help you deserve from a qualified specialist.

This is a really important point, there are certain online circles that encourage patients to eat a truly painfully high number of calories and they claim that edema is healing. This is unscientific, misleading, and harmful. Edema is not healing, edema is a side effect of insulin production during nutritional rehabilitation. When nutritional rehabilitation is being done properly, with the very rare exception of somebody who has an extremely low albumin level, refeeding edema should go away within 3 weeks. But patients who have perhaps been harmed by various online resources that claim otherwise, I want to empower them compassionately to know that the notion of edema as healing is a myth. […] I’m no mental health professional but if I was a guessing girl, I would think that a recovery system that universally prescribes extremely high calories to people in perpetuity and which causes people to increase their insulin production very high, for a very sustained period of time causing sustained edema would probably have a secondary gain by claiming that that’s healing because it’s such a common side effect of that practice. There is no eating disorder dietitian in the country who would prescribe such a meal plan unmonitored, unobserved. It’s just important to emphasize that point.“ Dr. Jennifer L. Gaudiani, MD, CEDS, FAED.