Themenwelt – Off Topic

Es will doch nur leben

 

Covid 19 und der Mensch:

Eine ungute Liaison?



Ein paar Worte gegen die Panik

Wir wollen sie nicht, aber sie brauchen uns: Viren
Sie brauchen uns definitiv mehr, als wir sie, denn sie sind nichts ohne ihre Wirte. Sie wollen uns eigentlich gar nicht allzu sehr schaden. Jetzt ist es nur so, dass unser Immunsystem das nicht immer kapiert. Vor allem dann nicht, wenn ein neuer und unbekannter Eindringling versucht, sich in unserem Körper einzunisten. Dann kann es schon mal passieren, dass unsere Gesundheitspolizei ihre komplette Armee ins Feld schickt und alle gleichzeitig schießen lässt. Die Symptome, die wir dann bekommen, können schon mal heftig sein.
Coronaviren an sich rufen vor allem Erkältungssymptome hervor. Mit Erkältungen ( ≠ Influenza) kommen die meisten, sonst gesunden Menschen, recht gut klar. Warum jetzt also diese Panik?

Der Artikel wird kein medizinischer Beitrag und hat auch nicht direkt mit meinen Blogthemen Autismus oder Essstörungen zu tun. Ich greife das Thema auf, weil es jeden beschäftigt, alle betrifft und ich von einigen meiner Leser nach meiner Meinung gefragt wurde. Uns Autisten wird ja nachgesagt, dass wir coole und rationale Denker sein können (manchmal ), Situationen relativ sachlich einschätzen und immer dann ruhig bleiben, wenn der Rest der Welt Kopf steht. (Wir stehen dafür Kopf, wenn der Rest der Welt ruhig bleibt 😉)

Ich bin keine Expertin für Infektionskrankheiten und Pandemien, aber ich bin Gehirnbenutzerin. Mein hoffentlich gesunder Menschenverstand sagt mir:

Die Wahrheit liegt immer in der Mitte, und in der Ruhe liegt die Kraft.

Ich verzichte bewusst auf Vergleichszahlen, weil ich mich nicht in der Tiefe auskenne mit den Unterschieden zwischen z.B. Grippe und Covid- und die muss man kennen, um Statistiken richtig anwenden zu können. Damit haben wir übrigens schon ein Problem enttarnt. Es wird so getan, als wüsste man schon alles über das Virus. Tut man aber nicht. Da werden Vergleiche gezogen, verworfen, sich gegenseitig um die Ohren gehauen. Jeder denkt, er hätte die Wahrheit gepachtet und wüsste, wovon er spricht.

Nope!

Überhaupt sind Statistiken so eine Sache. Es kommt immer darauf an, wer, warum, welche Zahlen in die Öffentlichkeit schmeißt. Panikmache entsteht vor allem durch die Hahnenkämpfe der Lobbyisten, die auf dem Rücken der Bevölkerung ausgetragen werden.
Wer hat einen Benefit von Meldungen? Wer profitiert wovon? Fernsehsendungen und Zeitungsberichte wirken oft objektiv und sollten es nach allen Regeln der Kunst auch sein. Sollten. Denn selbst namhafte Experten haben einen Vorteil von dem, was sie in ihren Interviews so von sich geben. Auch ihre Sätze sind oft gescriptet. Ich habe allein in den letzten zwei Tagen drei Expertengespräche gehört, die sich in ihre Kernaussagen zur Einschätzung der Lage widersprochen haben!

Der Virenforscher sah die Entwicklung kritisch, fand aber die Absperrungen ganzer Dörfer total sinnlos. Er hat außerdem keine Gelegenheit ausgelassen, zu betonen, wie gut er sich auskenne und welche Errungenschaften, welche Maßnahmepläne, welche Schulungen ihm zu verdanken wären.

Der Politiker hat all die Maßnahmen verteidigt, die der Viren- Experte sinnlos fand.

Und der Sprecher vom Robert-Koch- Institut (RKI) war derjenige, der mir am objektivsten erschien. Seine Kernaussage war:

Ernst nehmen, aber keine Panik schieben. Die meisten Patienten überstehen die Infektion gut.

Hier sind nun ein paar meiner Vorschläge, wie ihr mit der Situation umgehen könnt:

Achtet auf Eure Informationsquellen.

Sachliche Informationen findet ihr auf den Seiten des RKI oder des Gesundheitsministeriums, nicht aber auf denen der Zeitung, die mit B anfängt.

Schaut nicht ständig Nachrichten! Ballert Euch nicht zu mit all den teils so widersprüchlichen Beiträgen. Und passt auf, mit wem ihr über das Thema sprecht. Es gibt Menschen, die regelrecht versessen sind auf Panik und sich am liebsten über Katastrophen unterhalten. Das sind keine geeigneten Ansprechpartner.

Kontrolliert nur, was ihr kontrollieren könnt
Das Leben ist leider kein safe place. Das Virus namens Covid erinnert uns genau daran. Wir können viel weniger kontrollieren, als wir denken und es kann schon mal Angst machen, wenn wir so unmittelbar damit konfrontiert werden. Und Angst kontrollieren zu wollen, das funktioniert nicht. Das kenne ich aus eigener, leidvoller Erfahrung. Panik und Angst schwächen uns und machen uns erst recht anfällig, egal ob für Covid, seine Brüder und Schwestern oder andere Erkrankungen.
Haltet die Augen offen, wascht Euch oft die Hände, aber igelt Euch nicht ein. Es muss ja nicht immer die Großveranstaltung sein. Lasst Euch nicht von dem abhalten, was Euch Kraft und Freude bringt und Euch stärkt.

Umgebt Euch mit Menschen, die Euch guttun.
Verzichtet nicht auf die Nähe zu Euren Lieben. Lasst Euch umarmen, trotz Covid. Seid füreinander da, unterstützt Euch. Achtet aufeinander. Und helft denen, die gefährdet sind, vor allem den älteren Menschen.

Ganz wichtig: Seid rücksichtsvoll!
Wenn ihr Euch krank fühlt, wenn ihr (in den Faschingsferien) in Gebieten mit vielen Infizierten wart oder direkten Kontakt mit Kranken hattet, bleibt ruhig. Rennt nicht einfach ohne Termin zu Euren Hausärzten. Denkt daran, dass sich Ärzte genauso anstecken können. Sie werden gerade jetzt dringend gebraucht. Und die Leute, die mit teils schweren Krankheiten in Wartezimmern sitzen, müssen geschützt werden.

Also ruft bitte immer vorher in Euren Hausarztpraxen an, schildert Eure Symptome und richtet Euch dann nach den Anweisungen der HelferInnen und Ärzte.

Und denkt daran, nicht jeder Husten ist gleich Covid!

Was sonst noch hilft:

Schlaft ausreichend

Geht raus, bewegt Euch, tankt frische Luft

Macht Yoga für Körper und Seele

Meditiert für innere Ruhe

Trinkt genug, ich schwöre auf Ingwer mit Zitrone

Esst viel Gemüse aber vergesst die Schoki nicht, für die Seele

Haltet Eure Schleimhäute feucht, Meerwasser Nasenspray ist super bei der trockenen Heizungsluft

Geht in die Sauna oder legt Euch in die heiße Wanne

Lest schöne Bücher

Führt gute Gespräche

Und bleibt cool!

Der Sommer kommt, die Viren gehen.